Honigglasierte Grillspiesse mit Hirschpointer Lindenhonig

Honigglasierte Grillspiesse mit Hirschpointer Lindenhonig

Alber der Metzger empfiehlt…

Zarte Schweinelende trifft auf aromatischen Lindenhonig

Für diese Grillspieße wird zarte Schweinelende in gleichmäßige Stücke geschnitten und zusammen mit Paprika und Zwiebeln selbst aufgespießt. So lässt sich die Größe der Fleischstücke optimal auf die kurze Grillzeit der mageren Schweinelende abstimmen.

Das Besondere ist die Glasur mit Hirschpointer Lindenhonig. Senf, Zitrone und Thymian sorgen für eine würzige und leicht frische Note, während der Honig beim kurzen Finish auf dem Grill karamellisiert. Die Glasur kommt bewusst erst gegen Ende auf die Spieße, damit der Honig nicht verbrennt.

Rezept-Fakten auf einen Blick

  • Quelle: Alber der Metzger – Metzgerwissen und Rezeptpraxis aus einer Hand.
  • Hauptprodukt: Schweinelende mit Hirschpointer Lindenhonig
  • Fleischart / Produktart: Schweinefleisch / Schweinelende
  • Zubereitungsart: Grill / selbst gesteckte Grillspieße
  • Portionen: 4 Personen

Zutaten für 4 Personen

  • 800 g Schweinelende
  • 2 rote Paprika
  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 3 EL Hirschpointer Lindenhonig
  • 2 EL neutrales Pflanzenöl
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL fein abgeriebene Bio-Zitronenschale
  • 1 TL frischer Thymian, fein gehackt
  • 1 TL Salz
  • ½ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 8 Grillspieße aus Metall oder Holz

Zubereitung

Grill – Schritt für Schritt

  1. Bei Holzspießen diese vor der Verwendung mindestens etwa 30 Minuten in Wasser einweichen. Metallspieße können direkt verwendet werden.
  2. Die Schweinelende von eventuell vorhandenen Sehnen und Silberhaut befreien und in möglichst gleichmäßige Stücke von etwa 3–4 cm schneiden.
  3. Paprika waschen, entkernen und in Stücke schneiden, die ungefähr zur Größe der Fleischstücke passen. Die Zwiebeln schälen, vierteln und die einzelnen Segmente vorsichtig voneinander lösen.
  4. Schweinelende, Paprika und Zwiebel abwechselnd auf die Spieße stecken. Die Zutaten nicht zu dicht zusammendrücken, damit die Hitze möglichst gleichmäßig an das Fleisch gelangt.
  5. Für die Glasur Hirschpointer Lindenhonig mit Pflanzenöl, Senf, Zitronensaft, Zitronenschale und Thymian gründlich verrühren. Die Glasur zunächst beiseitestellen.
  6. Den Grill für zwei Temperaturzonen vorbereiten: eine direkte Zone mit etwa 190–210 °C und eine weniger heiße indirekte Zone.
  7. Die Grillspieße unmittelbar vor dem Grillen mit Salz würzen und auf die direkte Grillzone legen.
  8. Die Spieße rundherum etwa 6–8 Minuten angrillen und dabei alle 1½–2 Minuten drehen, sodass Fleisch und Gemüse gleichmäßig Röstaromen bekommen.
  9. Anschließend die Spieße bei Bedarf in die indirekte Zone legen und kontrolliert weitergaren. Bei den dicksten Fleischstücken die Kerntemperatur prüfen.
  10. Erst während der letzten etwa 2–3 Minuten die Spieße dünn mit der Lindenhonig-Glasur bestreichen. Kurz weitergrillen, drehen und bei Bedarf ein zweites Mal sehr dünn glasieren.
  11. Die Glasur nur leicht karamellisieren lassen. Sobald sie glänzt und etwas Farbe angenommen hat, die Spieße nicht mehr über sehr starker direkter Hitze liegen lassen.
  12. Die Schweinelende auf eine Kerntemperatur von etwa 63–65 °C bringen und anschließend kurz ruhen lassen. Die tatsächliche Garzeit hängt vor allem von der Größe der Fleischwürfel und der Grilltemperatur ab.
  13. Die fertigen Grillspieße vom Grill nehmen, etwa 3 Minuten ruhen lassen und erst anschließend mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Nach Wunsch mit etwas frischem Thymian servieren.

Profi-Tipps vom Metzger

  • Die Schweinelende in möglichst gleich große Stücke schneiden. Unterschiedlich große Würfel würden auf demselben Spieß ungleichmäßig garen.
  • Schweinelende ist mager und zart. Sie sollte deshalb nicht unnötig lange auf dem Grill bleiben.
  • Paprika und Zwiebeln ungefähr in der Größe der Fleischstücke schneiden. Dadurch garen alle Zutaten gleichmäßiger.
  • Den Hirschpointer Lindenhonig erst am Ende auftragen. Honig enthält Zucker und kann bei längerer direkter Hitze schnell zu dunkel und bitter werden.
  • Die Glasur lieber zweimal dünn als einmal dick aufpinseln. So entsteht eine gleichmäßig glänzende, leicht karamellisierte Oberfläche.
  • Mit einem Fleischthermometer immer eines der dicksten Stücke auf dem Spieß kontrollieren.
  • Glasur, die mit einem Pinsel in Kontakt mit noch rohem Fleisch gekommen ist, nicht ungegart als Dip verwenden.

Schweinelenden-Wissen vom Metzger

Tipps

  • Schweinelende ist besonders zart und vergleichsweise mager. Das macht sie ideal für kurze Grillmethoden und selbst gesteckte Fleischspieße.
  • Durch das Schneiden in etwa 3–4 cm große Stücke entsteht ausreichend Oberfläche für Röstaromen, ohne dass das Fleisch zu schnell austrocknet.
  • Eine kräftige Marinade ist bei guter Schweinelende nicht notwendig. Salz, Pfeffer und die Lindenhonig-Glasur reichen für ein ausgewogenes Aroma.
  • Die Kombination mit Paprika und Zwiebeln bringt zusätzlich Süße, Röstaromen und Saftigkeit auf den Spieß.

Fleischkunde

  • Die Schweinelende – häufig auch Schweinefilet genannt – gehört zu den zartesten Teilstücken des Schweins.
  • Da das Fleisch nur wenig Fett enthält, profitiert es von einer kurzen, kontrollierten Garung.
  • Für saftige Grillspieße ist die Kerntemperatur zuverlässiger als eine starre Zeitangabe.
  • Bei diesem Rezept sind etwa 63–65 °C im dicksten Fleischstück mit anschließender kurzer Ruhezeit eine gute Orientierung.

Kerntemperatur & Grillzeit

  • Direkte Grilltemperatur: ca. 190–210 °C
  • Grillzeit: insgesamt ungefähr 8–12 Minuten als Richtwert
  • Spieße während der ersten Grillphase regelmäßig drehen
  • Hirschpointer-Lindenhonig-Glasur: erst während der letzten ca. 2–3 Minuten auftragen
  • Kerntemperatur Schweinelende: ca. 63–65 °C
  • Ruhezeit: ca. 3 Minuten

Wichtig: Die tatsächliche Grillzeit hängt von der Größe der Fleischstücke, der Bestückung der Spieße und der tatsächlichen Grilltemperatur ab. Deshalb die Schweinelende nicht ausschließlich nach Minuten grillen, sondern die Kerntemperatur an einem der dicksten Fleischstücke kontrollieren.

Beilagen & Getränke

  • Allgäuer Kartoffelsalat oder bayerischer Kartoffelsalat
  • Grillkartoffeln mit Kräutern
  • frischer Blattsalat mit Zitronendressing
  • gegrillte Zucchini oder weiteres Grillgemüse
  • Bauernbrot oder Baguette
  • Maiskolben vom Grill
  • Dazu passen Helles, Weißbier, alkoholfreies Bier oder eine Apfel-Holunder-Schorle.

Häufige Fragen

Welches Fleisch eignet sich für die Grillspieße?

Für dieses Rezept verwenden wir Schweinelende. Sie ist besonders zart, lässt sich gut in gleichmäßige Würfel schneiden und benötigt auf dem Grill nur eine relativ kurze Garzeit.

Wie groß sollten die Stücke der Schweinelende sein?

Etwa 3–4 cm große, möglichst gleichmäßige Fleischstücke sind ideal. Dadurch bekommen sie außen schöne Röstaromen und können innen saftig bleiben.

Wann kommt der Hirschpointer Lindenhonig auf die Grillspieße?

Die Lindenhonig-Glasur wird erst während der letzten etwa 2–3 Minuten aufgetragen. So kann der Honig leicht karamellisieren, ohne durch zu lange direkte Hitze zu verbrennen.

Welche Kerntemperatur ist für Schweinelende vom Grill geeignet?

Für die Schweinelende auf diesen Grillspießen sind etwa 63–65 °C Kerntemperatur mit anschließender kurzer Ruhezeit eine gute Orientierung für ein saftiges Ergebnis.

Kann man die Grillspieße vorbereiten?

Ja. Fleisch und Gemüse können einige Stunden vorher geschnitten und aufgespießt werden. Die vorbereiteten Spieße bis zum Grillen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Die Honigglasur separat vorbereiten und erst gegen Ende der Grillzeit auftragen.

Fazit: Honigglasierte Grillspieße aus Schweinelende mit Hirschpointer Lindenhonig

Honigglasierte Grillspieße aus Schweinelende mit Hirschpointer Lindenhonig verbinden zartes Schweinefleisch mit Paprika, Zwiebeln und einer fein süß-würzigen Glasur. Die selbst gesteckten Spieße werden zunächst kräftig angegrillt und erst kurz vor Ende mit Lindenhonig, Senf, Zitrone und Thymian glasiert. So bleibt die Schweinelende saftig und die Honigglasur kann appetitlich karamellisieren, ohne zu verbrennen.