Blaukraut Rotkraut Hausmacher als Ofenbeilage

Blaukraut Rotkraut Hausmacher als Ofenbeilage

Alber der Metzger empfiehlt…

Warum Blaukraut aus dem Ofen besonders aromatisch wird

Hausgemachtes Blaukraut gehört zu den klassischen bayerischen Beilagen für Schweinebraten, Ente, Gans und Wildgerichte. Im Backofen lässt es sich besonders unkompliziert zubereiten: Blaukraut, Apfel, Zwiebel und Gewürze schmoren langsam im geschlossenen Bräter und entwickeln dabei ein kräftiges, ausgewogenes Aroma.

Apfel und etwas Zucker bringen eine feine Süße, während Essig für die typische Säure sorgt. Lorbeer, Nelken und Wacholder geben dem Blaukraut seine klassische Würze. Als Ofenbeilage lässt es sich außerdem hervorragend vorbereiten und später wieder erwärmen – ideal für größere Menüs und Festessen.

Rezept-Fakten auf einen Blick

  • Quelle: Alber der Metzger – Metzgerwissen und Rezeptpraxis aus einer Hand.
  • Hauptprodukt: Blaukraut / Rotkraut
  • Produktart: Bayerische Gemüsebeilage
  • Zubereitungsart: Schmoren im Backofen
  • Portionen: 4 Personen

Zutaten für 4 Personen

  • 1 kg Blaukraut / Rotkraut
  • 1 säuerlicher Apfel
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Butterschmalz oder Enten- bzw. Gänseschmalz
  • 2 EL Rotweinessig
  • 150 ml Apfelsaft
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 3 Gewürznelken
  • 3 Wacholderbeeren, leicht angedrückt
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Preiselbeeren nach Geschmack

Zubereitung

Backofen – Schritt für Schritt

  1. Blaukraut putzen, Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden.
  2. Apfel schälen und klein schneiden oder raspeln. Zwiebel fein würfeln.
  3. Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze bzw. 150 °C Umluft vorheizen.
  4. Schmalz in einem ofenfesten Bräter erhitzen und Zwiebel glasig anschwitzen.
  5. Zucker zugeben, kurz anschmelzen lassen, dann Blaukraut und Apfel einige Minuten mitdünsten.
  6. Mit Essig ablöschen, Apfelsaft und Brühe angießen. Lorbeer, Nelken und Wacholder zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen.
  7. Bräter schließen und das Blaukraut etwa 60–90 Minuten im Ofen schmoren.
  8. Nach etwa 45 Minuten umrühren und Flüssigkeit kontrollieren. Bei Bedarf etwas Brühe oder Apfelsaft ergänzen.
  9. Gegen Ende probieren. Das Kraut soll weich sein, darf aber noch etwas Struktur besitzen.
  10. Gewürze entfernen, nach Wunsch Preiselbeeren unterrühren und Süße, Säure, Salz und Pfeffer abschmecken.

Profi-Tipps vom Metzger

  • Süße und Säure erst am Ende fein ausbalancieren.
  • Zu Ente oder Gans kann ausgelassenes Enten- oder Gänsefett statt Butterschmalz verwendet werden.
  • Das Kraut soll schmoren und nicht in zu viel Flüssigkeit kochen.
  • Je feiner das Kraut geschnitten ist, desto schneller wird es weich.
  • Preiselbeeren passen besonders gut, wenn das Blaukraut zu Wild serviert wird.
  • Am Vortag zubereitet schmeckt Blaukraut häufig noch aromatischer.

Blaukraut-Wissen vom Metzger

Tipps

  • Blaukraut, Rotkraut und Rotkohl bezeichnen dasselbe Gemüse; in Bayern ist „Blaukraut“ besonders gebräuchlich.
  • Essig unterstützt die kräftige rötlich-violette Färbung.
  • Apfel bringt natürliche Süße und Fruchtigkeit.
  • Lorbeer, Nelken und Wacholder harmonieren mit kräftigen Braten- und Wildgerichten.

Produktkunde

  • Rotkohl gehört zu den Kohlgemüsen und wird durch langsames Schmoren angenehm weich.
  • Die Garzeit hängt von Schnittstärke und gewünschter Konsistenz ab.
  • Als vorbereitete Ofenbeilage eignet sich Blaukraut hervorragend für größere Fleischmenüs.

Ofentemperatur & Schmorzeit

  • 170 °C Ober-/Unterhitze oder 150 °C Umluft
  • Schmorzeit: ca. 60–90 Minuten
  • Nach etwa 45 Minuten umrühren und Flüssigkeit kontrollieren.
  • Fertig, wenn das Blaukraut die gewünschte weiche Konsistenz erreicht hat.

Wichtig: Die Schmorzeit hängt von Schnittstärke, Menge und gewünschter Konsistenz ab. Gegen Ende deshalb probieren und nicht ausschließlich nach der Uhr garen.

Beilagen & Getränke

  • bayerischer Schweinebraten
  • Ente oder Gans
  • Hirschbraten und Hirschgulasch
  • Wildschweinbraten
  • Semmelknödel oder Kartoffelknödel

Häufige Fragen

Kann man Blaukraut im Backofen zubereiten?

Ja. Im geschlossenen Bräter lässt sich Blaukraut sehr gut langsam schmoren. Die gleichmäßige Ofenhitze ist besonders praktisch für größere Menüs.

Wie lange braucht Blaukraut im Ofen?

Bei 170 °C Ober-/Unterhitze sind ungefähr 60–90 Minuten ein guter Richtwert. Fein geschnittenes Kraut wird schneller weich.

Was ist der Unterschied zwischen Blaukraut und Rotkraut?

Es handelt sich um dasselbe Gemüse. Blaukraut, Rotkraut und Rotkohl sind regional unterschiedliche Bezeichnungen.

Kann man Blaukraut am Vortag vorbereiten?

Ja. Nach dem Abkühlen kühl lagern und am nächsten Tag vollständig wieder erhitzen. Durch das Durchziehen wird der Geschmack häufig sogar intensiver.

Was passt zu hausgemachtem Blaukraut?

Besonders gut passt es zu Schweinebraten, Ente, Gans und Wildgerichten sowie zu Semmel- oder Kartoffelknödeln und kräftiger Sauce.

Fazit: Blaukraut Rotkraut Hausmacher als Ofenbeilage

Blaukraut Rotkraut Hausmacher als Ofenbeilage ist ein unkomplizierter Klassiker für bayerische Braten- und Festtagsgerichte. Mit Apfel, Zwiebel, Essig, Apfelsaft und traditionellen Gewürzen schmort das Kraut langsam im Backofen, bis es weich und aromatisch ist. Besonders praktisch: Es lässt sich hervorragend vorbereiten und passt zu Schweinebraten, Ente, Gans und Wild.